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Zwischen Dramatik, Freude und Einzigartigkeit

Air Zermatt Rettungscrew Die fliegende Rettungscrew der Air Zermatt ist rund um die Uhr einsatzbereit. (c) Fotos: ROPO/MuA

Air Zermatt – Eine Abenteuergeschichte zwischen Matterhorn und Himalaja
 

Sprungbereit und voll konzentriert. Fast stündlich ändert sich pro Tag die Anzahl der Rettungs- und Transportflüge von Gerold Biner, Helikopter-Pilot und CEO der Air Zermatt. Gerade waren es 3666. Legendär sind seine Einsätze im Wallis und in Nepal. Im Jahr 1968 wurde die Air Zermatt in damals einfachen Verhältnissen vom Apotheker, Flugrettungspionier und Erfinder Beat H. Perren in Zermatt als Aktiengesellschaft gegründet. Pilot und CEO Gerold Biner, der seit 1983 bei der Air Zermatt angestellt ist, lernen wir gleich bei unserem Besuch auf der Basis in Zermatt von einer kritischen Seite kennen: «Seit Beginn der Flugrettung in der Schweiz hat sich viel verändert, aber nicht immer zum Vorteil für die zu rettenden Personen. Die leider zunehmenden flugtechnischen und behördlichen Vorgaben in der Schweiz werden zu Ärgernissen und auch die bürokratisch orientierten, gesetzgebenden Institutionen in Europa und ihre unverständlichen Vorgaben nehmen Formen an, die jeder Logik und Vernunft spotten.»

Link: Webcam zur Basis Air Zermatt.

EASA-Bürokratie gefährdet Flugrettung auch in der Schweiz

Hinter der European Aviation Safety Agency (EASA) in Köln stehen nach Biner wohl Bürokraten, die von der Flugrettung in der Praxis keine Ahnung haben. Dass dabei die Schweiz die Vorgaben dieser europäischen Gesetzgeber adaptiert, ist bedenklich. Gerold Biner wird konkret: «Beinahe täglich wird man mit neuen Richtlinien konfrontiert, die die Existenz der Helikopterunternehmen, welche Rettungs- und Transportflüge durchführen, gefährden. Ein Beispiel sind die Rettungswinden am Helikopter. Nach maximal 1'200 Bewegungen oder alle zwei Jahre müssen diese gemäss dem Europäischen Regulator EASA in Revision gehen. Da keine Austauschwinden verfügbar sind, würde eine Neuanschaffung als Ersatz für diesen Helikopter 250`000.-- Franken kosten, ansonsten könnten rund ein Drittel der Rettungseinsätze nicht mehr oder nur schwer durchgeführt werden. Zudem würde sich das operationelle Risiko massiv erhöhen, was ja wohl kaum der Sinn sein kann.“
Weitere Vorgaben der EASA: Heli-Piloten ab 60 dürfen keine Rettungseinsätze oder Rundflüge durchführen. «Was machen diese bis 65 oder 67 Jahren?», fragt sich dazu der CEO der Air Zermatt.
Doch damit nicht genug. Bei Flügen ab 4'000 m über Meer sind alle Piloten und Passagiere verpflichtet, Sauerstoff zu benutzen. «Mit diesen Massnahmen sind in der Praxis, für zu rettende Menschen am Berg und die Notärzte am Seil keine Rettung mehr möglich. Beim 150-jährigen Matterhorn-Erstbesteiger-Jubiläum haben wir in der Festwoche 1'000 Passagiere in solche Höhen befördert. Viele Mitfliegende haben unsere geäusserten Vorgaben missachtet, weil diese Höhe für sie kein Problem darstellte und sie sich aus hygienischen Gründen schlichtweg weigerten. Zudem wollten diese sich frei im Innern des Helis bewegen», erklärt Biner, der sich für ein vernünftiges, situatives Handling in den Rettungsphasen einsetzt.

Air Zermatt Technik Helikontrolle auf Kulturonline.ch Turnender Techniker von Air Zermatt. Grosse Beachtung gehört dem laufenden Heli-Service!

Gesunder Menschenverstand
Im Endeffekt geht es darum, dass man einen gesunden Menschenverstand walten lassen sollte. Die Rettungsorganisationen, welche täglich mit komplexen Situationen zurechtkommen müssen, machen inzwischen Druck auf die Schweizer Behörden und nicht zuletzt auf das Departement von Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).
Die gültige Aussenlandeverordnung ist ein weiteres Hindernis in einer Kette von Problemfeldern in der täglichen Arbeit der Helikopterunternehmen. Auch hier sind die Existenz und Arbeitsplätze von Piloten, Flughelfern, Notärzten, Bergrettern, Technikern, Mechanikern und Büroangestellten gefährdet.
Gerold Biner zur Kostengerechtigkeit: «In der Schweiz versuchen wir die Einsätze sinnvoll und mit so wenig Kosten wie möglich zu gestalten. Rettungseinsätze in der Schweiz sind nämlich dreimal günstiger als zum Beispiel in Frankreich. Dort geht alles zu Lasten des Staates.»
Die Air Zermatt ist froh, dass dem gesetzlichen Wildwuchs intern mit juristischen Fachkräften immer wieder Paroli geboten werden kann. Der Sohn vom Verwaltungsratspräsidenten Beat H. Perren ist Jurist, selber Pilot und hat enorme Fachkenntnisse. Dr. Philipp Perren ist ein Kämpfer für sinnvolle, qualitativ sichere Rettungsarbeit im Dienste der Öffentlichkeit und speziell der regionalen Bevölkerung. Er ist motiviert das Lebenswerk seines Vaters zu verteidigen.

Gerold Biner Heli-Pilot und CEO Air Zermatt auf Kulturonline.ch Startklar: Helipilot und CEO der Air Zermatt, Gerold Biner.

Medizinische Zukunft ist auf guten Wegen
Aktuell ist die medizinische Rettung bereits auf einem hohen Qualitätsniveau, dennoch geht die Forschung und Weiterentwicklung in diesem Bereich weiter. «Auch die Techniken im Rettungs-Helikopter werden immer moderner und leistungsstärker. In zehn bis zwanzig Jahren wird jeder Flug noch umweltfreundlicher.
Drohnen könnten bei Suchflügen und schlechtem Wetter dienlich sein. Auf Piloten, Notärzte und Bergretter wird man in Zukunft aber dennoch nicht verzichten können», sagt Gerold Biner, der zudem seit diesem Jahr im Stiftungsrat der Schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA) mitwirkt. Durch diese Beziehungen tauscht man sich fachlich, technisch und wegen den behördlichen Vorschriften regelmässig aus.
Bekannt wurde Heli-Pilot Gerold Biner nicht nur wegen seinen Rettungsflügen auf 4'000 m hohen Bergen im Wallis, auch die mehrteilige DOK-Serie vom Schweizer Fernsehen SRF über die Ausbildung von Piloten und Rettungskräften in Nepal und mit speziellen Einsätzen im Himalaja-Gebirge, die erstmals auf 7'000 m Höhe geflogen wurden, gingen in die Geschichtsbücher der Flugrettung ein.
 
Air Zermatt zählt über 60 Mitarbeitende und 9 Helikopter
Die Air Zermatt beschäftigt inzwischen über 60 Mitarbeitende, die in verschiedenen Aufgaben wirken: 12 Piloten, 16 Flughelfer, 10 Rettungsärzte bzw. Rettungssanitäter und Transporthelfer, 12 lizenzierte Mechaniker sowie 14 Personen in der Einsatzleitung, Administration und im Kundendienst. Die Heli-Flotte besteht aus einem Lama, fünf Ecureuil, einer brandneuen EC 130 T2 und den beiden zweimotorigen Maschinen EC 135 und Bell 429. Die Air Zermatt verfügt im Wallis über drei Basen in Gampel, Raron und Zermatt.
Die langjährige Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA) und Air Glacier hat sich stets bewährt. CEO Biner: «Zwischen uns gibt es kein Konkurrenzdenken. Gemeinsam werden Synergien optimal genutzt. Die zu rettenden Personen oder Hilfsflüge für Bauern sind uns wichtig. Touristenflüge und Gönner-Beiträge helfen uns finanziell auf gesunden Beinen zu stehen und notwendige Investitionen zu tätigen.»

Das Interview mit Air Zermatt-Pilot Gerold Biner
Pilot Gerold Biner: Präzision beim Rettungseinsatz, unweit vom Monta-Rosa-Gletscher.

5 Fragen an den Mensch Gerold Biner
Gerold Biner, woraus schöpfen Sie die Kraft, um für diese anspruchsvollen Aufgaben als Heli-Rettungspilot und CEO der Air Zermatt gewappnet zu sein?
Gerold Biner: «Für mich ist die Familie und das Team ganz wichtig. Im Team, im Debriefing, besprechen wir die Einsätze ausführlich, dabei dürfen auch Gefühle Platz haben. Als Team erleben wir Extremsituation, in der Folge gibt man mehr preis von sich persönlich und solche Momente verbinden. Wir alle wachsen mit den Aufgaben. Ich finde beispielsweise in meiner Alphütte, in der Natur, schnell Ruhe und Erholung. Auch der Glaube bedeutet mir viel, sonst würde man in gewissen Situationen fast verzweifeln.»
 
Und welche Rolle spielen die Familienmitglieder?
«Gemeinsam haben wir Verhaltensregeln eingeführt, um die Familienmitglieder nicht unnötig Tag für Tag, während meiner anspruchsvollen Arbeit, zu belasten. Konkret gehen wir stets im Frieden aus dem Haus, Konflikte werden vorher geklärt. Über die Einsätze bei der Air Zermatt spreche ich in der Familie so wenig wie möglich. Wichtig ist, dass ich mir die Alltagssorgen der Familienmitglieder anhöre und dass ich sie mit meiner Meinung und Erfahrung berate. Das gemeinsame Frühstück ist meiner Familie heilig. Vom Küchentisch aus sehen wir gemeinsam das imposante Matterhorn. Und wenn ich das Haus verlasse, dann bekreuzige ich mich mit Weihwasser. Aus all dem schöpfe ich Kraft für den Tag.»
 
Beobachten Sie in Ihrer Arbeit Einflüsse, wenn Vollmond ist?
«Das ist eine gute Frage, die wurde mir noch nie gestellt. Wir Menschen neigen dazu bei Vollmond je nach Typ schlecht zu schlafen. Aber bei der Rettungsfliegerei habe ich seit rund 30 Jahren keinen deutlichen oder regelmässigen Einfluss wegen dem Vollmond erlebt.»
 
Sie haben beim Orell Füssli Verlag Ihr erstes Buch «Fliegen um Leben und Tod – Bergretter zwischen Matterhorn und Everest» geschrieben …
«Ja, alle diese Erlebnisse in der Schweiz und in Nepal, speziell im Himalaja-Gebirge, aufzuschreiben gaben mir die Möglichkeit eine Hommage an all jene Bergretter, Piloten, Ärzte, Rettungssanitäter, Einsatzleiter und Helfer zu schreiben, die irgendwo auf diesem Planeten bereit sind, ihr Leben für andere Menschen, die sie in der Regel nicht kennen, aufs Spiel zu setzen. Diesen Rettern gebührt unser aller Respekt.»
 
Was bedeutet Ihnen das berühmte Matterhorn und die Berge in der Region?
«Alle diese Berge widerspiegeln für mich ein Stück Heimat. Wir können hier 29 4'000 Meter hohe Berge bestaunen. 1990 war ich selbst einmal auf dem Matterhorn. Beim 150-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung am Matterhorn war es eindrücklich zu sehen, dass sich alle an das Verbot zur Besteigung des Matterhorns gehalten haben. So wollte man die Erstbesteiger und die abgestürzten Toten würdigen. Das Freilichtspiel "The Matterhorn Story" zeigt in eindrücklicher Art und Weise welche Geschichten sich schon damals abspielten: Im Leben geht es oft um Liebe und Tod, Freundschaft und Rivalität, Grössenwahn und Gottesglauben.»

Bergrettung oberhalb der Monta-Rosa-Hütte
Air Zermatt Helikopter Ansicht Anflug zur Monta Rosa Hütte auf Kulturonline.ch
Blick aus dem Helikopter Bell-429-Cockpit. Air Zermatt HB-ZSU beim Anflug zur Monta-Rosa-Hütte. (c) Fotos: ROPO/MuA

Erschöpfte Bergsteiger nach Tour zur Dufourspitze
Plötzlich ist die Ruhe im Aufenthaltsraum bei der Air Zermatt, die sich unweit von der Dorfeinfahrt von Zermatt, oben auf einem Felsplateau, befindet, vorbei. Alarm! Eine verängstigte Familie von einem Bergführer aus dem Südtirol habe seit Stunden nichts mehr vom Familienoberhaupt gehört. Schnell wird die Ausgangslage abgeklärt: Eine Dreier-Seilschaft, darunter eine Frau, sei am Vortag morgens um 2 Uhr zur Dufourspitze aufgebrochen, aber bis 18 Uhr sei keine telefonische Nachricht gekommen. Bedauerlicherweise wurden die Telefonate der besorgten Familie nie abgenommen. Ein Bergführer sichtet schliesslich das erschöpfte Trio oberhalb der Monta-Rosa-Hütte. Mittels Funkgerät wird die Air Zermatt mit dem zweimotorigen Helikopter Bell 429, Kennzeichen HB-ZSU, zur Rettung avisiert.
Die Aktion ist unspektakulär, aber für die Betroffenen entscheidend, sie sind am Ende ihrer Kräfte. Nur 18 Minuten nach dem Start sind die Geretteten auf der Basis Zermatt. Auf wackligen Beinen, leicht hinkend und mit gesenkten Köpfen, laufen sie ins Büro der Air Zermatt, wo der Einsatz ohne zu zögern bar bezahlt wird. Kurze Zeit später bringt ein Taxi die Geretteten ins Dorf, wo sie ihr Hotel aufsuchen und sich erholen. Die Familie im Südtirol wird telefonisch über den guten Ausgang informiert.

Link zur Air Zermatt.

Link zur Stiftung Alpine Rescue Foundation (ARF).


Attraktiver Buchtipp

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«Beziehungs-Tango»
von Ernst-Marcus Thomas
(hogrefe Verlag)


«Beziehungs-Tango» von Ernst-Marcus Thomas (hogrefe Verlag)
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TV-Hinweise etc.
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Informationen über Schweizer Radio und Fernsehen

Programmhinweise SRF im Schweizer Internetmagazin www.kulturonline.ch
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http://www.srf.ch/


Zu den News-Meldungen vom SRF:
http://www.srf.ch/news

SRF: Film-Nachschau:
http://www.srf.ch/play

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Link zum Schweizer Radio SRF1.
Link zu «Musikwelle».

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SRF Radio-Musiktitel gesucht ?

Suchen Sie die Musiktitel, die gerade bei einem SRF-Sender zu hören waren? Hier geht es direkt zum entsprechenden Link ...
http://www.srf.ch/radio-srf-1/programm/musik
http://www.srf.ch/radio-srf-1

 

http://www.srf.ch/radio-srf-2-kultur/programm/musik

http://www.srf.ch/radio-srf-3/programm/musik

http://www.srf.ch/radio-srf-musikwelle/programm/musik

http://www.virus.ch/virus/ticker



Weitere TV-Hinweise von diversen Sendern ... 


Im Gedenken an Heidi Kabel - Ihre Tipps für ein glückliches Leben

http://www.youtube.com/watch?v=G-xS3v_3e-4&feature=related


Varia und mehr ...

Ausgefallene Kreationen ... -
auf der Toilette

 
 Neue Toiletten auf www.kulturonline.ch
 

Der Künstler Clark Sorensen, er wohnt in Californien, hat
ein Flair für spezielle Toiletten-Elemente.
Hier dürfen Sie schauen ...
www.clarkmade.com
 


Wiler Turm

Wiler Turm im Schweizer Internetmagazin www.kulturonline.ch Herrliche Sicht zum Säntis und ins Toggenburg. 

Die Aussichtsplattform beim Wiler Turm befindet sich auf einer Höhe von 34 m.
Genau so hoch ist der Wasserturm in Luzern. (c) Foto: Webcam/zVg


Infos zum Wiler Turm, der sich oberhalb von der Stadt Wil (Kanton St. Gallen) befindet.

(Von Holzbauingenieur Prof. J. Natterer)  


Der Turm ist als schlanke Holzkonstruktion konzipiert und tritt aufgrund der Lage im Wald kaum in Erscheinung. Lediglich die oberste Aussichtsplattform ist zweckbedingt aus der Ferne sichtbar. Die Aussichtsplattform auf 34 m Höhe ist überdacht. Die Gesamthöhe beträgt 37 m. Der Grundriss des Turms besteht aus einem gleichschenkligen Dreieck mit einer Schenkellänge von 12 m an der Basis. Diese Dreieck verjüngt sich bis zu einer Höhe von 17 m, um dann auf einer Höhe von 34 m wieder die ursprüngliche Grösse aufzuweisen. Die Verkehrs- und Windlasten werden über drei „X“-förmige Stützen abgetragen. Ein „X“ besteht dabei aus zwei oberen und zwei unteren Rundhölzern, die auf der Höhe der Zwischenplattform biegesteif miteinander verbunden werden. Die Lasten aus dem Dach werden von drei „W“-förmigen Fachwerken in den Aussenstützen eingetragen.
Mehr unter ...

https://wilerturm.roundshot.com/