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Kultur und Wirtschaft – Das Personalwesen im Spannungsfeld

Alt Bundesrat Adolf Ogi Kulturonline.ch Alt-Bundesrat Adolf Ogi:
«Freude herrscht in Gossau!» (c) Fotos: ROPO/MuA


10. Ostschweizer Personaltag in Gossau SG stand unter dem Motto «Engagiert statt resigniert - Das innere Feuer (neu) entfachen!»
 
Namhafte Referenten wie Prof. Dr. Antoinette Weibel von den Universitäten Konstanz und St. Gallen, Dr. Ludwig Hasler, Philosoph und Publizist, und Ex-Swissair-Personalchef Mathias Mölleney, Präsident ZGP und Unternehmer, sprachen über ihre Erfahrungen im Umgang mit Angestellten sowie mit der Bedeutung von Führung, Motivation und Sozialkompetenz. Hightlights waren die Ausführungen von Alt-Bundesrat Adolf Ogi über sein spannendes und vielseitiges Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Die 300 Teilnehmenden waren fasziniert und spendeten ihm langen, herzlichen Applaus.
 
«Im internationalen Vergleich stehen die Schweizer Angestellten gut da: 16 von 100 Angestellten gehen mit Engagement und Herzblut ans Werk, 8 haben innerlich gekündigt, der grosse Rest leistet Dienst nach Vorschrift. In Deutschland ist der Anteil der innerlich Gekündigten drei Mal so hoch (Quelle: Gallup)», hoben die Veranstalter unter René Frei, Leiter FEP, Freie Erfa-Gruppe Personal Ostschweiz, hervor. Durch den Anlass führte der Wirtschaftsredaktor beim Berner «Bund», Mathias Morgenthaler.

Prof. Dr. Antoinette Weibel Uni Konstanz und St. Gallen Kulturonline.ch Prof. Dr. Antoinette Weibel.
 
Das Personalwesen sollte «Gut-Menschen» suchen
Doch auch hierzulande stelle sich die Frage: Können es sich Unternehmen leisten, dass drei Viertel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur das Nötigste tun? Was hält diese Angestellten davon ab, sich mit einer unternehmerischen Haltung zu engagieren? Und wie gelingt es, die innerlich Gekündigten wieder zu erreichen und für die Motivierten attraktiv zu bleiben?
Prof. Dr. Antoinette Weibel sprach sich für Leistungsmerkmale vor der Einstellung aus: «Eigentlich sollten die Personalverantwortlichen sogenannte "Gut-Menschen" suchen. Die Persönlichkeit und die individuelle Einstellung spielen für eine passende und längerfristige Verpflichtung eine grosse Rolle. Emotionale Intelligenz fördert das Vertrauen in der Arbeitswelt. Auch ist die vertrauensorientierte Führung zu trainieren.»

Dr. Ludwig Hasler Kulturonline.ch Dr. Ludwig Hasler.
 
«Gegen Druck hilft Gegendruck!»
Dr. Ludwig Hasler, Philosoph und Publizist, beleuchtete die «Druckverhältnisse»: «Wer keinen Druck hat, der fliegt auf die Nase. Gegen Druck hilft Gegendruck. Wir müssen uns wehrhaft machen, stets lernen und beobachten. Aussagen wie "Er stand doch immer hinter mir!" haben eine gefährliche Position», dabei spielte er auf verhängnisvolle Mobbingprozesse und Fälle an.» Mit der Erinnerung an die mühsame Arbeit von Sisyphos stellte er die Arbeitsprozesse, Einstellungen und Motivationsfaktoren ins Zentrum der originellen Betrachtung.

Matthias Mölleney Kulturonline.ch Matthias Mölleney.
(c) Fotos: ROPO/MuA

Für Mathias Mölleney, Präsident ZGP und Unternehmer, geht es im Personalmanagement um positive, einflussreiche Werte und die Wertschätzung, um das klare Analysieren von Fähigkeiten und um Sozialkompetenz.
 
Arbeit, Leistung, Förderung, Ziele und Belohnung
«Ich habe nie alles richtig gemacht, aber ich wollte etwas als ehemaliger Primarschüler aus Kandersteg in meinem Leben bewegen», mit diesen Worten begann Alt-Bundesrat Adolf Ogi seine ergreifenden Erinnerungen: «Man muss Menschen mögen. Ich glaube an das, was ich mache – und ich mache das, was ich glaube. Klare Ziele kommunizieren und überprüfen, ob alles auch verstanden wurde, Selbstvertrauen fördern, Begeisterung weitergeben, lösungsorientierte Führung pflegen».
Dies sind nur einige Aspekte aus dem eindrücklichen Leben. Er habe nicht nur Glück gehabt, viele Kompetenzen habe er sich meistens in der Nacht hart erarbeiten müssen. Traurig wird er wegen dem frühen Tod von seinem Sohn Mathias A. Ogi, darunter leiden er und seine Ehefrau Katrin mit der Tochter Caroline noch heute.
Im Gedenken an Mathias A. Ogi will der Verein «Freude herrscht» Kinder und Jugendliche für Sport, Bewegung und Lebensfreude begeistern. Spenden werden gerne entgegengenommen: Verein «Freude herrscht», 3718 Kandersteg, PC 60-259787-0. Weitere Informationen unter www.freude-herrscht.ch.
 
Links:
http://www.personaltag.ch
http://www.personaltag.ch/de/programm/referenten-2014.html


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Allerlei Veranstaltungen und News

Weltalm bei Kulturonline.ch
 
«Weltalm Theater» in Bern

Was will «Weltalm»?
Die Themenwahl der Stücke ist zeitgemäss und hat immer gleichzeitig einen Bezug zu uns und zur Gesellschaft. Uns interessieren die grossen Themen, Liebe und Tod, Leben und Familie. Die Stücke haben eine klare Gesamtästhetik. Alltägliche Materialien und Objekte werden auf der Bühne verwendet und neu bedeutet», heisst es auf der Homepage.
www.weltalm.ch


Sparsamkeit der Mittel
Die Sparsamkeit der Mittel und die Reduziertheit der Inszenier-ungen schaffen Räume für Fantasie und eigene Assoziatio-nen. So kann im Moment der Aufführung etwas Drittes entstehen: eine neue Welt der Wahrnehmung zwischen Zuschauer und Bühne. «Wir wollen die Grenze zwischen Realität und Irrealität aufheben und das Dazwischen sichtbar machen: Das Wirkliche und das Unwirkliche - beides ist wahr.»
Weiter heisst es: «Die Suche nach Ausdruck moralischer Werte unserer Zeit, für Erwachsene und Kinder, beschäftigt uns. Und ist diese Suche nach Werten, Gefühlen, Aussagen, die für alle gelten,heute überhaupt noch möglich?
Fazit: «Wir wollen aus etwas Kleinem etwas Grosses machen, vom Hundertsten ins Tausendste kommen mit Humor, Poesie, Traum und Musik.»

Die Aktivien
Aktuell wird das Theater «Welt-alm» geleitet von Dorothée Müggler und Sibylla Walpen.
www.weltalm.ch/neuigkeiten/