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Geschichtsträchtige Perle: Der Hof zu Wil im Kanton St.Gallen nach der Gesamtrenovation feierlich eröffnet

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Gesamteröffnung Hof zu Wil c ROPO

Der Hof in frischem Glanz. Die imposante Sehenswürdigkeit von Wil im
Kanton St.Gallen wurde umfassend renoviert.

(c) Fotos: Roland P. Poschung/Kulturonline.ch
 

Über 5’000 Gäste würdigten auch 600 Jahre Fürstabt Ulrich Rösch und die neue Partnerschaft mit Wangen im Allgäu (D)
Eine berühmte Wiler Sehenswürdigkeit bekam neues Leben eingehaucht. Mit einem stimmungsvollen Eröffnungswochenende ist der umfassend renovierte Hof zu Wil am 4. und 5. Juli 2026 offiziell der Bevölkerung übergeben worden. Nach Abschluss der dritten und letzten Bauetappe konnten bei prächtigem Wetter rund 4'000 Gäste die neuen Räume besichtigen, darunter auch die von Christian Hörler kunstvoll gestaltete Hof-Kapelle. Mit der Einweihung ging zudem der 600. Geburtstag von Abt Rösch, der aus Wangen stammte und in Wil regierte, sowie die Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit Wangen im Allgäu (D) einher.
Den feierlichen Auftakt bildete am Samstagvormittag der Festakt mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft. In ihren Ansprachen würdigten Hans Mäder, Stiftungsratspräsident des Hofs zu Wil, Dominik Egli, Parlamentspräsident der Stadt Wil, Laura Bucher, Regierungspräsidentin des Kantons St. Gallen, Susanne Hartmann, Regierungsrätin des Kantons St. Gallen, Michael Lang, Oberbürgermeister von Wangen im Allgäu, sowie die Wiler Bundesrätin Karin Keller-Sutter die Bedeutung des Hofs zu Wil als historisches Wahrzeichen und lebendigen Begegnungsort.
Hofeinweihung mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter in Wil
Die Wiler Bundesrätin Karin Keller-Sutter verband den Hof als würdigen
Treffpunkt für Besuchende aus aller Welt. Das Wiler Lied stimmte ein.

Zum Festakt gehörten weiter die Segnung des Hofs durch Bischof Beat Grögli und durch den evangelische Pfarrer Christoph Casty, die symbolische Schlüsselübergabe durch Baukommissionspräsident Felix Aepli und Architekt Thomas Keller an die Stiftung Hof zu Wil sowie die musikalische Uraufführung des eigens für diesen Anlass komponierten Werks «Temporum Pacem» von Oliver Waespi. Die eindrückliche Komposition verlieh der Eröffnungsfeier einen besonderen festlichen und würdigen musikalischen Rahmen.
 
Fest in mehreren Geschichten verbunden
Ein weiterer besonderer Moment war die feierliche Unterzeichnung der Städtepartnerschaft zwischen Wil und Wangen im Allgäu. Mit dieser Partnerschaft wird die langjährige Verbundenheit der beiden Städte offiziell besiegelt und ein Zeichen für den zukünftigen kulturellen und gesellschaftlichen Austausch gesetzt.
Das vielseitige Programm mit öffentlichen Rundgängen, Einblicken in traditionelles Handwerk, Kinder- und Gastronomieangeboten in und rund um den Hof sowie die zahlreichen musikalischen Darbietungen stiessen auf grosses Interesse. Ein besonderer Höhepunkt war der festliche Gottesdienst am Sonntag mit dem Sinfonischen Orchester Wil und dem Chor zu St. Nikolaus. Gleichzeitig bot das Wochenende einen würdigen Rahmen, um die Jubiläen «600 Jahre Ulrich Rösch» sowie «800 Jahre Wil zum Kloster St. Gallen» zu feiern.
 
«Kunst am Bau» Gletscher-Impressionen in der neuen Hofkapelle
Am 29. Juni 2026 durfte der Künstler Christian Hörler die ebenso frisch renovierte Hofkapelle vorstellen, die ursprünglich aus dem Jahr 1540 stammt. Lange diente sie in diversen Jahren ergänzend – was für eine Überraschung – als Lagerraum, ja sogar als Turnhalle.
Mit einer Putzmarmortechnik, die viele Experimente über die Tauglichkeit benötigte, entstand am Ende ein Deckengewölbe, welches an eine Gletschermoräne erinnerte. Erwähnung fand auch das Alabaster-Fenster, welches die beiden Kunstwerke geschickt zusammenführte, wie der Architekt Thomas Keller und der Künstler Christian Hörler im Gespräch erwähnten.
Wiler Hofkapelle aus dem Jahr 1540 erscheint in neuer Gestaltung
Als Kunstwerk entstaubt. Die Hofkapelle bekam ein neues Erscheinungsbild.

Bereits ab Dienstag, 7. Juli 2026, öffnet die museale Erlebniswelt «Hofwelten» im vollständigen Umfang ihre Türen. Die multimediale Inszenierung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, in die Geschichte einzutauchen und den Hof auf eindrückliche Weise mit einem interaktiven Mediaguide neu zu entdecken. Tickets sind online über Ticketcorner sowie direkt im Info-Center im Hof zu Wil erhältlich.
Das Organisationskomitee dankt allen Mitwirkenden, den zahlreichen Helferinnen und Helfern, den beteiligten Vereinen, Musikerinnen und Musikern, Partnern sowie den Besucherinnen und Besuchern, die dieses besondere Eröffnungswochenende möglich gemacht und mit Leben erfüllt haben. (PD/ROPO)

 
Links
Geschichte zum Wiler Hof im Kanton St. Gallen

Stadt Wil
 
Info-Center Wil (u. a. für Eintritt Hof zu Wil)

Fürstabt Ulrich Rösch (aus Wangen im Allgäu / D, regierte in Wil) - Info Wikipedia
 
Hofkapelle -Bericht im St. Galler Tagblatt



 

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Zur Autorin Ingrid Noll
Ingrid Noll, geboren 1935 in Shanghai, studierte in Bonn Germanistik und Kunstgeschichte. Sie ist Mutter dreier erwachsener Kinder und vierfache Grossmutter. Nachdem die Kinder das Haus verlassen hatten, begann sie Kriminalgeschichten zu schreiben, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden. ›Die Häupter meiner Lieben‹ wurde mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet und, wie andere ihrer Romane, auch erfolgreich verfilmt.
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