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«KMU – Zuversicht im Wandel»

Schweizer KMU-Tag in St. Gallen Urs Fueglistalle und Tobias Wolf auf Kulturonline.ch Schweizer KMU-Tag in St. Gallen unter neuer Leitung.
Prof. Dr. Urs Fueglistaller (links) übergibt die Gastgeberrolle an Tobias Wolf, M. A. HSG. Rechts: Moderatorin Patrizia Laeri, bekannt als SRF-Börsenmoderatorin. (c) Fotos: ROPO/MuA.

Der 15. Schweizer KMU-Tag 2017 war mit 1200 Teilnehmenden topbesetzt und ausverkauft!
 
Wie alle Jahre, so ist man fast geneigt zu schreiben, organisiert Prof. Dr. Urs Fueglistaller, Direktor KMU-HSG, und sein Team ein spannendes Tagungsprogramm, diesmal aber unter einem anderen Vorzeichen. Der Uni-Professor gab das Führungszepter vom KMU-Tag in die jüngeren Hände von Tobias Wolf, M. A. HSG. Ein emotionaler Moment, der auch die sympathische und versierte SRF-Börsen-Moderatorin berührte. Am Schluss der Veranstaltung wurde Fueglistaller mit Standing Ovation und Video-Grussbotschaften speziell geehrt.
www.kmu-tag.ch
 
Mit dem Tagungsmotto «KMU- Zuversicht im Wandel» gingen die sechs Referenten aus Praxis und Forschung unterschiedlich um, dabei wurden diverse Schwerpunkte aus den eigenen, ganz persönlichen Erfahrungen gesetzt. Zu Beginn wurden die Ergebnisse der KMU-Tag-Studie 2017, welche das Institut wie in den Vorjahren speziell auf den KMU-Tag hin bei den Teilnehmern durchgeführt hatte, präsentiert. Schnell war klar, Wandel gehört zum Leben. Die Zuversicht im Wandel muss jedoch immer wieder neu erkämpft werden.
 
«Enjoy the Silence!».
Prof. Dr. Wolfgang Jenewein Uni St. Gallen auf Kulturonline.ch
Spannend und «aufwirbelnd»: Prof. Dr. Wolfgang Jenewein und der «Digitale Tornado».

Prof. Dr. Wolfgang Jenewein von der Universität St. Gallen vermittelte auf seine lockere, bayrische Art und Weise praktische Tipps, nicht zuletzt von seinem Vater, der ihn dazu anhielt: «Das Wichtigste – wichtiger noch als die Strategie – ist die Kultur im Unternehmen, eine Kultur der Flexibilität.» Der «Digitale Tornado» rauschte dann durch die Sitzreihen in der OLMA-Halle 9. Viele konnten sich selber in der intensiven, täglichen Kommunikation und dem eigenen Verhalten im Wandel analysieren. Hektisch, belastend, anstrengend und kein Ende in Sicht. Ein mögliches Fazit zu seinen Ausführungen: «Enjoy the Silence!».
Hazel Brugger am KMU-Tag 2017 auf Kulturonline.ch «Liebe heisst: Gemeinsam fett werden!» Von ihrer Mutter wird sie Hazel-Maus gerufen.

Zwischen durch gab es eine verbale-zynisch-flockende-coole Darbietung, eine gedanklich humorvolle und originelle Erholungsphase über das familiäre, individuelle Sinnleben von Hazel(«-Maus») Brugger, die gerade in diesem Jahr die bisher jüngste Preisträgerin vom «Salzburger Stier» wurde. Kurz fasste sie zusammen: «Eltern sind auch nur Menschen!»
 
Auch im Wandel gilt: «Scheitern muss sein dürfen!»
Gabriela Manser von Goba AG und Moderatorin Patrizia Laeri auf Kulturonline.ch Aus Erfahrungen gelernt: Gabriela Manser, Inhaberin in dritter Generation der Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur, im Gespräch mit SRF-Börsen-Moderatorin Patrizia Laeri.

Einen faszinierenden Verlauf nahm das unternehmerische Wirken von Gabriela Manser, Inhaberin in dritter Generation der Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur, in Appenzell. Eigentlich eine gelernte Pädagogin und Atemtherapeutin.
In einer lockeren Gesprächsrunde mit Patrizia Laeri, die sich mit viel Charme und Fachwissen präsentierte, wurde die Philosophie der Nachhaltigkeit, die Originalität der Produkte, die Kreativität und Bereitschaft der inzwischen 60-köpfigen Belegschaft besprochen. «Scheitern muss sein dürfen, aber entscheidend sind die Spielräume für neue Ideen!»
Martina Gerster, ebenfalls in der dritten Generation Leiterin der Härterei Gerster AG in Egerkingen, zog eine nüchterne Bilanz über das Härterei- und Wärmebehandlungstechnik-Unternehmen in einer pulsierenden Wirtschaftswelt: «Wenn unsere Kunden husten, erkälten auch wir uns. Wirtschaftliche Veränderungen sind Chancen, aber man muss sie erkennen.»
 
Humor zwischen den Regalen
Wolfgang Frick, Autor und Geschäftsleiter Marketing und Sortimentsmanagement bei Spar (Schweiz), sieht die Unbekümmertheit im Wandel als positiver Effekt: «Entscheidungen sind Wechselkurse – Alle machen mit, aber niemand weiss wohin». Da ist Klärung angesagt.
Alle Jahre wieder, so der Hinweis auf das jährliche Treffen der Sommerreifen-Clubs beim ersten Schneefall, oder liegt der wirtschaftliche Reiz bei Rabatt (und hier sei nicht die Stadt in Marokko gemeint), liegt der Preis in der PreisWahrnehmung? Es ist schon eine Kunst im Verkauf, wenn es gelingt, dem Papst ein Doppelbett zu verkaufen oder wenn bei jeder Kuckucksuhr noch Vogelfutter mitgeliefert wird.
Neu in der Pizza-Branche seien Hauslieferungen mit Drohnen, hier müsse man sich nicht wundern, wenn die Pizza zurückkommt und die Drohne vom Besteller (irrtümlich) behalten wird.
Philipp Riederle am KMU-Tag auf Kulturonline.ch Mit 13 Jahren produzierte Philipp Riederle seinen eigenen Podcast. (c) Fotos: ROPO/MuA Kulturonline.ch.

Wandel und Wirkung. Ein berühmtes Zitat vom zuletzt auftretenden Referenten am KMU-Tag 2017 stammt vom Medien-Produktions-Unternehmer und Buchautor, Philipp Riederle, Jahrgang 1994 (!): «Wir wollen nicht mit dem Porsche in der Burnout-Klinik landen!» Er warnte vor dem zu häufigen Anschauen des Handys, was zirka alle 9 Minuten passiere: «Ist dies noch Lebensqualität?».
 
Nützlicher KMU-Ratgeber «Fit für Selbstführung in KMU»
Erneut haben die KMU-Tag-Organisatoren einen KMU-Ratgeber veröffentlicht und den Teilnehmenden geschenkt: Urs Fueglistaller, Alex Fust, Roger Tinner, Walter Weber und Tobias Wolf geben zu 7 x 3 Fragen konkrete Antworten und pragmatische Tipps und Hinweise zur «Selbstführung». Bestellungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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Allerlei Veranstaltungen und News

Weltalm bei Kulturonline.ch
 
«Weltalm Theater» in Bern

Was will «Weltalm»?
Die Themenwahl der Stücke ist zeitgemäss und hat immer gleichzeitig einen Bezug zu uns und zur Gesellschaft. Uns interessieren die grossen Themen, Liebe und Tod, Leben und Familie. Die Stücke haben eine klare Gesamtästhetik. Alltägliche Materialien und Objekte werden auf der Bühne verwendet und neu bedeutet», heisst es auf der Homepage.
www.weltalm.ch


Sparsamkeit der Mittel
Die Sparsamkeit der Mittel und die Reduziertheit der Inszenier-ungen schaffen Räume für Fantasie und eigene Assoziatio-nen. So kann im Moment der Aufführung etwas Drittes entstehen: eine neue Welt der Wahrnehmung zwischen Zuschauer und Bühne. «Wir wollen die Grenze zwischen Realität und Irrealität aufheben und das Dazwischen sichtbar machen: Das Wirkliche und das Unwirkliche - beides ist wahr.»
Weiter heisst es: «Die Suche nach Ausdruck moralischer Werte unserer Zeit, für Erwachsene und Kinder, beschäftigt uns. Und ist diese Suche nach Werten, Gefühlen, Aussagen, die für alle gelten,heute überhaupt noch möglich?
Fazit: «Wir wollen aus etwas Kleinem etwas Grosses machen, vom Hundertsten ins Tausendste kommen mit Humor, Poesie, Traum und Musik.»

Die Aktivien
Aktuell wird das Theater «Welt-alm» geleitet von Dorothée Müggler und Sibylla Walpen.
www.weltalm.ch/neuigkeiten/